Bienenstationen – mit Mobiliar
BUND: Erfolgreiches Projekt der Jugendgruppe soll helfen, das Überleben der Wildbienen in der Region zu sichern / Eifrig gezimmert und gebastelt

Stolze Hotel-Architekten: 19 Jugendliche bauten bei einem Projekt der BUND-Jugend Bienenhotels für den Garten. Bild: I.Werner
„Und jetzt noch die Erde retten!“ – unter diesem Motto stand das jüngste Projekt der Jugendorganisation in Hemsbach und Laudenbach des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Da zum Retten der Erde auch der Erhalt der Vielfalt der Natur gehört, waren interessierte Jugendliche eingeladen, Insektenstationen für den eigenen Garten zu bauen und damit den Wildbienen auch im Ballungsgebiet Rhein-Neckar ein Überleben zu ermöglichen.
19 Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren trafen sich in der Schreinerei von Jörg Werner in Laudenbach ein. Der Chef selbst wies die Stationsbauer in die Sicherheitsvorschriften eines Schreinerbetriebes ein und erläuterte, wie die Bauteile aus rohem Fichtenholz verschraubt werden müssen, damit ein stabiles Wildbienenhaus daraus wird. Isabelle Werner, die Tochter des Hauses und Schreinergesellin, hatte die Einzelteile bereits vorgefertigt, so dass die Kreissäge nicht angeworfen werden musste. Die motivierten Jugendlichen konnten also sofort zur Tat schreiten, wobei sie von dem Werner-Team und den BUND-Aktiven Karin Röhner und Monika Werner unterstützt wurden. Schon bald war die Schreinerwerkstatt von Bohren, Schrauben und Hämmern erfüllt. Wer diesem Treiben von außen zuhörte, hatte den Eindruck dass hier die Heinzelmännchen am Werk sein mussten. Äußerst konzentriert und geschickt arbeiteten die Jungen und Mädchen an den Holzrohlingen und schon nach eineinhalb Stunden standen die Insektenhotels bereit um befüllt zu werden.
Nun wurden die „Insektenmöbel“ zum Befüllen vorbereitet. Porotonsteine mit Löchern, die die Firma Rhein in Hüttenfeld gestiftet hatte, wurden angepasst und bildeten die stabile Grundlage des Hauses, darauf wurde gebündeltes Stroh und Schilfrohr gelegt. Eifrig bohrten die jungen Naturfreunde nun zahlreiche Löcher in Baumstammabschnitte. In all diesen Materialien können nun bald die Wildbienen ein gemütliches Zuhause finden.
Monika Werner erläuterte den Jugendlichen, dass die Bienenhäuser nun noch mit Lehmerde, Tannenzapfen und anderen Naturmaterialien komplett befüllt werden müssen und in Richtung Süden im Garten einen windgeschützten Platz erhalten sollen. Und das Allerwichtigste: Die Insekten brauchen auch Nahrung. Da Wildbienen nur einen Flugradius von 50 bis 200 Meter um ihre Nistplätze haben, müssen unbedingt genügend Wildblumen in der näheren Umgebung vorhanden sein. Die Jugendlichen waren von dem BUNDJugend-Projekt sichtlich begeistert und freuen sich auf weitere Aktivitäten zum Schutz der Umwelt und Natur an der Bergstraße.
Wer Interesse hat, aktiv dabei zu sein, kann sich auf die Homepage der Ortsgruppe unter der Adresse http:// hemsbach-laudenbach.bund.net über die jeweils aktuellen Termine informieren. Meist trifft sich die Jugendgruppe im Zwei-Wochen-Rhythmus freitags, um 16 Uhr an der BUND-Umweltscheuer in der Rathausstraße in Laudenbach. Infos auch bei Monika Werner Tel. 06201/71306
###COMMENTS###Gerhard Röhner ist neuer 1. Vorsitzender der Ortsgruppe, Monika Werner wurde als 2. Vorsitzende bestätigt.

- Ein Dankeschön für Karin! Bild: J.Werner
In unserer Jahreshauptversammlung, am Dienstag, den 8.2.2011, wurde Gerhard Röhner zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit Ökosekt und Orchideen bedankten sich die Anwesenden bei seiner Ehefrau, Karin Röhner, für den Einsatz und die Arbeit in den letzten 10 Jahren als Vorsitzende. Auch hier nochmal vielen Dank an dich, liebe Karin!
Auch im Naturschutz vor Ort können wir einige Erfolge verzeichnen. Die marode Amphibienleitanlage zwischen Laudenbach und Hemsbach soll noch im Jahr 2011 erneuert werden. Auch für die Kammmolche gibt es einen Grund zum feiern. Sie sollen während des Trassenbaus für die Kreisverbindungsstraße durch mobile Amphibienzäune geschützt werden. Ausgleichsflächen mit zusätzlichen Teichen, Hecken und Steinaufschüttungen sollen den Lebensraum der Kammmolche auch für die Zukunft sichern. Mehr Informationen finden Sie in den Presseberichten.
22.1.2011 - Demo in Berlin
Matthias Tacke (Darmstadt) und Norbert Schippel (Berlin) waren als "Abordnung" des BUND Hemsbach/Laudenbach bei der Demo für eine nachhaltige Landwirtschaft am Samstag, den 22.1.2011 in Berlin dabei. Hier nun einige Bilder. Mehr Infos zur Demo unter Presse, Massenproteste nach Dioxin-Skandal und unter www.wir-haben-es-satt.de.

- Fotos: Norbert Schippel
11.01.2011 - Vortrag von Uwe Walther: "Die Welt der (ohne die)Biene"
An dieser Stelle zunächst einen herzlichen Dank an Uwe Walther für den gelungenen, informativen und anspornenden Vortrag.
Wildbienen gründen keine Völker und haben einen Aktionsradius von 80 bis 200 Metern.
Honigbienen leben in Völkern mit hochentwickelter Arbeitsteilung. Ihr Aktionsradius liegt bei zwei bis drei Kilometern. Bis zu 40 000 Arbeiterinnen pro Honigbienenvolk bestäuben an einem einzigen Sommertag 25 bis 50 Millionen Blüten und legen dabei eine Strecke einmal rund um den Globus zurück.
Doch die Bienen sind stark bedroht und damit auch wir als Menschen, denn: ohne Bienen keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Tiere und ohne Tiere und Pflanzen keine Menschen.
Wer mehr über den Vortrag wissen möchte und vor allem, was wir hier vor Ort für unsere "Bestäuber" tun können, hier geht es zum Netztwerk Blühende Landschaft und hier zu den Presseberichten.
Über den folgenden Link können Sie eine dringende Petition zum Schutz unserer Bienen und Ernährung unterzeichnen. Bitte leiten Sie diesen Aufruf an alle weiter!
https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?cl=903701976&v=8140



