Reptilien sind stark gefährdet: 11 der 14 Arten stehen auf der Roten Liste. Geeignete Lebensräume sind in den letzten Jahrzehnten immer seltener geworden. Besonders fatal wirkt sich die intensive Landwirtschaft aus: Sie ist oft schuld daran, dass Feuchtgebiete entwässert, dass "unproduktive" Magerrasen überdüngt, ganz aus der Nutzung genommen oder aufgeforstet werden. Und wo großflächig Hecken, alte Mauern und Lesesteinhaufen verschwinden, verlieren Reptilien ihre Lebensgrundlage. Auch die fortschreitende Zerschneidung von Lebensräumen ist ein großes Problem.
Grund genug für sie BUND-Orsgruppe, sich für die heimischen Kriechtiere einzusetzen.
Noch findet sich einiege Reptilienarten in unseren Gemeinden:
- Am häufigsten tritt noch an Weinbergen, Mauern und Böschungen im Gebirge sowie an der Gleisanlage der Bahn die Zauneidechse (Lacerta agilis) auf.
- In unverfugten Weinbergsmauern in sonniger Lage im Vorgebirge finden sich Vorkommen der Schling- oder Glattnatter (Coronella austriaca). Sie wird oft wegen ihrer Zeichnung mit der Kreuzotter (Vipera berus) verwechselt, die jedoch an der Bergstraße keine Vorkommen hatte und hat genausowenig wie andere giftige Schlangen.
- Ein verborgenes Leben fürt die beinlose Blindschleiche (Anguis fragilis), die in den Vorgebirgs-Grundstücken der Bergstraße und den Waldrändern zumeist nach Regenfällen in der warmen Jahreszeit zu finden ist.
- Die Ringelnatter (Natrix natrix) ist sehr selten an den aus dem Gebirge kommenden Bächen insbesondere am Laudenbach anzutreffen. Große Freude unter den Naturfreunden löste aus als sie sich um 2000 in den Rohrwiesen/Gänswiesen einstellte. Sie ist in den letzten Jahren gelegentlich auch an Tümpeln der Kleingärtner und Kleintierzüchter in Hemsbach und Laudenbach sowie in Einzelfällen auch an Tümpeln in Hausgärten anzutreffen gewesen.