Artenreiche Halbtrockenrasen und Streuobst

Das Mähgut der BUND-Wiese wird abgerecht (G. Röhner)

Ein Grundstück das die Biotop-AG zum Teil seit 1990, gänzlich seit dem Jahr 2000 pflegt, wurde im August 2002 vom BUND erworben. Es ist die artenreichste und auch optisch schönste Laudenbacher Magerwiese. Sie ist inzwischen, wie das weitläufig umliegende Gelände, Bestandteil eines NATURA 2000-Gebiets.

Das Grundstück liegt im Oberen Zwicklich in Laudenbach, an der Hessischen Landesgrenze. Es ist nach Westen exponiert und um ca. 5% geneigt. Der Untergrund besteht aus Granodiorit-Grus mit einer Lösauflage.

Hier finden sich eine Reihe der botanischen Besonderheiten, die früher an der Bergstraße eine weitere Verbreitung hatten: Im Frühling erfreuen Helm-Knabenkraut (Orchis militaris), Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria), Waldanemone (Anemone sylvestris) und viele duftende Kräuter das Auge und die Nase. Im Sommer und Herbst werden sie durch die seltene Große Sommerwurz (Orobanche elatior), Quendel (Thymus pulegioides), Fransen-Enzian (Gentianella ciliata), Tauben-Scabiose (Scabiosa columbaria), Kalk-Aster (Aster amellus) und Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) abgelöst.

Die Pflanzen ernähren ein großes Spektrum von Tieren. Schmetterlinge, Wildbienen, Spinnen und Grashüpfer sind zu tausenden anzutreffen. Zauneidechse (Lacerta agilis), Grasfrosch (Ranua temporaria) und Ringelnatter (Natrix natrix) wurden beobachtet und der Dachs (Meles meles) hat seinen Bau in der Böschung oberhalb des Grundstücks. In den Hecken brütet manchmal der Neuntöter (Lanius collurio).

Um negative Veränderungen durch drohenden Besitzerwechsel z.B. die Umwandlung in eine Pferdekoppel oder bei Nichtnutzung ein Verbuschen und letztlich Verwalden zu verhindern, war der Erwerb erforderlich. Wir danken der Mittleren Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium Karlsruhe) für den großen Zuschuß und den vielen Naturfreunden für Ihre Spenden. Ohne diese großzügige Unterstützung wäre der Erwerb nicht möglich gewesen.

Jedes Jahr im Frühling und im Herbst wird die BUND-Wiese gepflegt. Damit soll einer Verbuschung vorgebeugt und die Kanadische Goldrute zurückgedrängt werden. Mit Balkenmäher und Motorsense wird das Gelände gemäht. Gefordert sind die Helfer hauptsächlich beim Zusammenrechen und Wegbringen des Mähguts.

 



Ihre Spende hilft.

Wir benötigen Ihre finanzielle Unterstützung

Bitte spenden Sie jetzt hier

Suche